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PM: DAAD Study Trip to Germany 2016

Zwischen dem 12.11. und dem 19.11.2016 fand die diesjährige "Studienreise Quo vadis EU? The current state of the European Union, its challenges and its prospects – Where is the EU heading and what does it mean for Ukraine?” des gemeinsamen Master Programmes “Deutschland und Europastudien”, eine Kooperation des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Nationalen Universität “Kiew-Mohyla-Akademie” statt. Die Studienreise wurde maßgeblich vom DAAD finanziert.


Studytrip 1
Stadtführung mit Frau Tammy Westerhausen                                                                        Besuch im Thüringer Landtag, mit Frau Madelein Henfling

Tag 1: Sonntag, 13.11.2016

Sonntag war der Tag unserer Ankunft. Am Jenaer Bahnhof wurden wir von Frau Schatz begrüßt, die uns zum Essen begleitete. Dort wurde uns das Programm für die Studienreise ausgehändigt, bekamen eine kleine Einführung und besprachen den Zeitplan für den kommenden Montag. Nach dem Essen checkten wir in unserem Hostel ein. 

Tag 2: Montag, 14.11.2016

Um 8:30 Uhr trafen wir uns an der Rezeption unseres Hostels um von dort gemeinsam zur Friedrich-Schiller-Universität zu gehen. Hier hatten wir unser erstes Treffen mit Herrn Professor Dr. Rafael Biermann, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen. Wir besprachen den Lernprozess an der Universität und wurden über den Doppelmaster zwischen Jena und Kiew informiert. Daran anschließend referierte Herr Alexander Melzer über die Grundlagen der EU und die Funktionen ihrer Institutionen. Nach dem Mittagessen begannen wir mit den ersten drei Studierenden-Präsentationen. Als nächstes stand eine Stadtführung auf dem Plan, bei der wir auch sehr viel über die Geschichte und die Gegenwart Jenas lernten. Nach der Führung hörten wir einen Vortrag von Professor Dr. Torsten Oppelland zum Thema Populismus in Europa. Wir erfuhren und diskutierten über die größten Populismus-Bewegungen und Parteien in verschiedenen europäischen Staaten. Am Abend hatten wir die Möglichkeit Studierenden aus der Hochschulgruppe "Junge Europäsiche Föderalisten" (JEF) zu treffen. Im Rahmen eines World Cafés diskutierten wir über die EU, wodurch Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der Einstellung zur EU abhängig von Kultur und Land deutlich wurden. 

Tag 3: Dienstag, 15.11.2016

Unser Tag begann mit einem Ausflug nach Erfurt. Nach einem frühen Mittagessen trafen wir Frau Madelein Henfling, Mitglied des Thüringer Landtags und des EU-Ausschusses. Wir redeten über die Funktionen des Parlaments, Beratungsverfahren und Legislativeprozesse. Außerdem diskutierten wir über die Zukunft des Landtags, die veränderte Sichtweise der Wähler und Wählerinnen sowie über das Erstarken des Populismus innerhalb Thüringens. Anschließende hörten wir einen kurzen Vortrag über die Geschichte Thüringens und des Landtags. Unser letzter Termin in Erfurt war bei dem EU Direct Information Center. Hier zeigte Herr Heinz Hoffmann auf, wie sich die Interaktion zwischen der EU, den nationalen Regierungen und im Besonderen mit der Thüringer Bevölkerung gestaltet. Ebenso stellte er den Einfluss der EU auf Thüringen dar und gab einen Überblick über zukünftige Kooperation. Nach der Rückkehr nach Jena unterstützen wir die Vorbereitungen für den Ukrainischen Abend. Nach einem kurzen Vortrag über die Ukraine nutzen wir die Möglichkeit uns mit den Gästen auszutauschen.

Tag 4: Mittwoch, 16.11.2016

Am Morgen hielten wir die restlichen Präsentationen. In diesen befassten wir uns mit der Flüchtlingskrise, dem Erstarken des Rechtspopulismus in Europa sowie den Auslösern und Arten von Populismus. Nach dem Maksym Yakovlyev die Vorträge kommentierte und kritisierte, hatten wir anschließend Freizeit bis wir um 12:07 Uhr den Zug nach Berlin nahmen. In der Hauptstadt hatten wir eine Diskussion mit Professor Dr. Eckart D. Stratenschulte, Direktor der "Europäischen Akademie Berlin e.V.". Er besprach die größten Herausforderungen, mit denen sich die EU derzeit konfrontiert sieht; das Problem, dass sich auf kein gemeinsames Ziel geeinigt werden kann und erklärte vier mögliche Modelle, in welche Richtung sich die EU in Zukunft entwickeln könnte. Wir waren uns alle einig, dass dies bislang der beste Vortrag gewesen war. Nach dem Abendessen in der Akademie besuchten wir eine Podiumsdiskussion zum Thema "Ukrainebilder in deutschen Medien". Die drei Gäste waren Viola von Cramon, Susanne Spahn und Dmitri Stratiesvski. Es war ein ganz neues Thema, das uns die Situation russischer Propaganda in Deutschland bewusst machte. Es wurde erwähnt, dass auch in der Ukraine der Wille fehlte, die Situation zu verändern und das zeitgleich in Deutschland keine Ukrainischen Medien und Informationen vorhanden sind. Die Gäste machten einige Vorschläge wie wir als Ukrainische Bürger und Bürgerinnen die Situation selbst verändern könnten. Zum Abschluss des Tages hatten wir noch einige informelle Gespräche nach der Podiumsdiskussion.


Studytrip 2
Gespräch mit Herrn Heinz Hoffmann, Europäisches Informationszentrum Thüringen               Podiumsdiskussion in der Europäischen Akademie Berlin

Tag 5: Donnerstag, 17.11.2016

Der erste Vortrag des Tages war zum Thema "Die Flüchtlingskrise und ihre Herausforderungen für die Europäische Union", der in der Bundeszentrale für Politische Bildung stattfand. Hier hatten wir die Möglichkeit nicht nur über die Flüchtlingssituation zu reden, sondern diskutierten auch über die Bildung der Zivilgesellschaft sowie über die Situation in der Ukraine. Nach diesem Treffen hatten wir Zeit, Berlin zu erkunden und einige Museen zu besichtigen. Später am Tag hatten wir einen Vortrag mit Diskussion über die Arbeit politischer Stiftungen in Deutschland. Zuvor erklärte uns Dr. Gerd Frenzel wie Thüringen auf der Bundesebene repräsentiert wird. Danach trafen wir Dr. Christian Taaks von der Friedrich-Naumann-Stiftung. Durch seinen Vortrag erhielten wir einen Einblick in die Arbeit und Funktionsweise der Stiftung und hatten zudem noch Zeit, ausführlich Fragen zu stellen.

Tag 6: Freitag, 18.11.2016

Wir starteten unseren Tag mit einem Besuch bei der DGAP, wo wir über die aktuellen Probleme zwischen der Ukraine und der EU redeten und welche Lösungen es für die Krise in der Ostukraine gibt. Dr. Stefan Meister betonte, dass die ukrainische Regierung aktivere Reformen verfolgen müsste und Investitionen in den zerstörten Territorien wichtig wären. Der nächste Termin war in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft bei Frau Sandra Hildebrandt. Wir sprachen über die Wichtigkeit von Jugendpolitik für die Entwicklung der EU, welche Strategien derzeit bezüglicher der Jugendförderung verfolgt werden und welche Probleme es dabei gibt. Die Diskussion inspirierte uns, uns mehr mit dem Thema Jugendpolitik in der Ukraine zu beschäftigen. Danach besuchten wir die Stiftung für Wissenschaft und Politik und hatten einen Termin bei Dr. Tobias Etzold über die Sicht der nördlichen EU-Staaten auf die derzeitigen Herausforderungen. Er präsentierte viele interessante Informationen über die Rolle der Nord-EU Staaten innerhalb der Europäischen Kooperation. Wir diskutierten ebenfalls über den Brexit und seine Zukunft. Wir beendeten den Tag mit einer Diskussion mit Frank Burgdörfer über Populismus in der EU. Herr Burgdörfer gab uns einen sehr analytischen und kritischen Überblick über Gründe und Auslöser von Populismus und stellte potentielle Lösungen vor. Er betonte wie wichtig es ist, dass die Europäischen Institutionen richtig funktionieren und in einen Dialog mit den Bürgern und Bürgerinnen der EU treten.

Das Programm der Studienreise finden Sie hier.

(Bericht der Teilnehmenden)

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